Was bringt mir eine Website als Handwerker?

Volker Thebrath · · 6 Min. Lesezeit
Was bringt mir eine Website als Handwerker?

Mal angenommen, du stellst einen Mitarbeiter ein, der 24 Stunden am Tag arbeitet, nie krank ist und jeden Monat neue Anfragen reinbringt. Klingt unrealistisch? Genau das macht eine gute Website für deinen Handwerksbetrieb.

Aber “irgendwas mit Internet” reicht als Argument nicht. Du willst wissen, was dir eine Website konkret bringt. In Euro, in Aufträgen, in eingesparter Zeit. Hier sind die Fakten.

Neue Kunden, die dich sonst nie gefunden hätten

Der größte Vorteil einer Website ist gleichzeitig der einfachste: Menschen, die dich nicht kennen, finden dich trotzdem.

Ein Dachdecker aus dem Kreis Heinsberg hat seine Website im Januar online gestellt. Im ersten Monat kamen drei Anfragen über das Kontaktformular. Zwei davon wurden zu Aufträgen. Ein Dachausbau und eine Flachdachabdichtung. Zusammen ein Auftragsvolumen von über 8.000 Euro. Seine Website hat 1.490 Euro gekostet.

Das ist kein Einzelfall. Lokale Suchanfragen wie “Elektriker Düren” oder “Maler Aachen” haben jeden Monat hunderte Suchanfragen bei Google. Wer dort auftaucht, bekommt Anfragen. Wer nicht auftaucht, bekommt sie nicht. So einfach ist das.

Und diese Kunden sind anders als die von Portalen wie MyHammer. Bei Portal-Anfragen geht es fast immer nur um den Preis. Kunden, die über deine eigene Website kommen, haben sich bereits für dich entschieden. Sie haben deine Arbeit gesehen, deine Leistungen gelesen und dann erst angerufen. Diese Gespräche laufen komplett anders.

Bessere Aufträge statt Preisdrücker

Hier wird es richtig interessant. Eine Website filtert für dich.

Zeigst du auf deiner Seite hochwertige Badumbauten, melden sich Kunden, die hochwertige Badumbauten wollen. Zeigst du Innenausbau aus Massivholz, kommen Kunden, die bereit sind, dafür zu zahlen. Deine Website bestimmt, welche Art von Anfragen du bekommst.

Das funktioniert auch andersherum. Ein Tischlermeister hat auf seiner Website klar geschrieben, dass er keine Möbelreparaturen annimmt. Ergebnis: Vorher kamen zehn Anrufe pro Woche für Kleinreparaturen, danach fast keine mehr. Stattdessen mehr Anfragen für Einbauschränke und Küchen — genau die Aufträge, die er haben wollte.

Ohne Website bekommst du das, was kommt. Mit Website steuerst du aktiv, welche Kunden dich ansprechen.

Weniger Zeitfresser am Telefon

Wie oft erklärst du am Telefon die gleichen Dinge? Welche Leistungen du anbietest, wo du arbeitest, ob du gerade Kapazitäten hast, was so ein Projekt ungefähr kostet.

Eine Website beantwortet diese Standardfragen automatisch. Leistungen, Einzugsgebiet, Referenzfotos, Kontaktmöglichkeiten — alles steht da. Die Kunden, die dann anrufen, haben die Grundinfos bereits. Das Gespräch startet auf einem ganz anderen Level.

Rechne mal nach: Wenn du pro Tag nur zwei unnötige Telefonate von je zehn Minuten einsparst, sind das über 160 Stunden im Jahr. Das sind vier volle Arbeitswochen, die du stattdessen auf der Baustelle verbringst. Oder früher bei der Familie bist.

Vertrauen aufbauen — bevor der Kunde anruft

Im Handwerk geht fast alles über Vertrauen. Kunden lassen dich in ihr Haus, an ihre Heizung, auf ihr Dach. Die müssen sich sicher fühlen, bevor sie den Hörer in die Hand nehmen.

Eine Website schafft dieses Vertrauen. Fotos von abgeschlossenen Projekten zeigen, was du kannst. Ein kurzer Text über deinen Betrieb zeigt, wer du bist. Kundenstimmen bestätigen, dass andere gute Erfahrungen gemacht haben.

Ohne Website sieht der Kunde bei Google bestenfalls deinen Google-Eintrag mit Adresse und Telefonnummer. Das reicht für einen ersten Eindruck, aber es überzeugt nicht. Eine eigene Seite mit echten Referenzbildern und einem Gesicht hinter dem Betrieb — das überzeugt.

Eine Studie der Handwerkskammer Düsseldorf zeigt: Betriebe mit professioneller Website werden von Kunden als deutlich vertrauenswürdiger eingeschätzt als solche ohne. Das klingt logisch, hat aber reale Auswirkungen auf deine Auftragslage.

Mitarbeiter finden — der unterschätzte Vorteil

Fachkräftemangel ist im Handwerk das Thema Nummer eins. Und hier bringt eine Website einen Vorteil, den viele gar nicht auf dem Schirm haben.

Junge Gesellen und Azubis suchen ihren nächsten Arbeitgeber online. Sie googeln Betriebe, bevor sie sich bewerben. Ein Betrieb ohne Website oder mit einer Seite, die aussieht wie aus dem Jahr 2010, wirkt auf junge Leute nicht gerade attraktiv.

Ein Malerbetrieb mit einer modernen Website, Bildern vom Team und einem kurzen Text “Wir suchen Verstärkung” bekommt mehr Bewerbungen als einer, der nur einen Zettel ins Fenster hängt. Das ist die Realität.

Du musst keine aufwendige Karriereseite bauen. Ein Abschnitt auf deiner Website mit “Arbeite bei uns”, ein paar Teamfotos und eine Kontaktmöglichkeit reichen. Aber dieser Abschnitt muss existieren.

Was bringt das in Zahlen?

Lass uns eine einfache Rechnung aufmachen.

Angenommen, deine Website bringt dir zwei zusätzliche Anfragen pro Monat. Das ist konservativ geschätzt. Davon wird eine zum Auftrag. Der durchschnittliche Auftragswert in deinem Gewerk liegt bei 2.000 Euro.

Das sind 24.000 Euro Umsatz pro Jahr, die ohne Website nicht zustande gekommen wären. Abzüglich der Website-Kosten von einmalig 1.490 Euro und geringen monatlichen Hosting-Kosten ist das eine Rendite, die jede andere Werbemaßnahme in den Schatten stellt.

Kein Flyer, keine Zeitungsanzeige und kein Messe-Stand liefert dieses Verhältnis von Aufwand zu Ertrag. Eine Website arbeitet rund um die Uhr. Auch am Wochenende, auch im Urlaub, auch nachts um drei, wenn jemand nach einem Notdienst sucht.

Was eine Website nicht kann

Ehrlichkeit gehört dazu. Eine Website ist kein Wundermittel. Sie macht aus einem schlechten Betrieb keinen guten. Sie ersetzt nicht gute Arbeit, nicht Zuverlässigkeit und nicht persönlichen Einsatz.

Was sie kann: Deine vorhandene Qualität sichtbar machen. Denn das beste Handwerk nützt nichts, wenn keiner davon weiß.

Und noch etwas: Eine Website funktioniert nicht von heute auf morgen. Google braucht ein paar Wochen, um eine neue Seite zu indexieren und in den Suchergebnissen einzuordnen. Die ersten Anfragen kommen typischerweise nach vier bis acht Wochen. Wer sofort Ergebnisse erwartet, wird enttäuscht. Wer drei Monate Geduld mitbringt, wird belohnt.

Fazit: Eine Website ist dein bester Vertriebler

Die Vorteile einer Website für Handwerker sind konkret und messbar. Mehr Anfragen, bessere Kunden, weniger Zeitverlust am Telefon, ein professioneller Auftritt und sogar Vorteile bei der Mitarbeitersuche.

Das Beste daran: Eine Website arbeitet für dich, ohne dass du dafür jeden Tag etwas tun musst. Einmal richtig aufgesetzt, läuft sie. Und jeder Euro, den du investierst, zahlt sich mehrfach zurück.


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